Mrz 31 2012

Übergewicht und seine Ursachen

Übergewicht und seine Ursachen

Die Schönheitsideale ändern sich. In Zeiten knapper Resourcen waren die Menschen eher unterernährt, die Idealbilder waren eher die wohlbeibteren Typen. Heute, wo man(n) -oder Frau -selbst genug Speck auf den Hüften haben, sind eher dünnere Figuren gefragt.

Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas)

Für das Übergewicht wird Im Allgemeinen die Zufuhr der Nahrungsenergie für verantwortlich gemacht. Doch die Hartnäckigkeit der Fettleibigkeit lässt an dieser Theorie Zweifel aufkommen. In letzter Zeit rücken daher immer mehr genetische Aspekte in den Mittelpunkt der Aufmerkssamkeit. Aber nach wie vor gilt, Fettleibigkeit kann sich nur ausbilden, wenn die mit der Nahrung aufgenommene Energiezufuhr den Energieumsatz übersteigt (positive Energiebilanz). Moderne Lösungsansätze haben daher das Ziel der negativen Energiebilanz.

Übergewicht – früher überlebenswichtig, heute eher lebensverkürzend

Die Entstehungsgeschichte des Übergewichts beginnt wohl schon in grauer Vorzeit, als die Menschen noch Jäger und Sammler waren, in einer Zeit wo Nahrung knapp war und im Vorteil jene waren, die in Überflusszeiten Kalorien effektiv speichern konnten um sie in Notzeiten aufzubrauchen. Doch heute steht zumindest in den Industrieländern Nahrung im Überfluss zur Verfügung. An jeder Ecke gibt es Fast-Food-Restaurants und Pommesbuden. Und viele fahren mit dem Auto dahin anstatt mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu gehen. Eine ausgeglichene Energiebilanz ist das sicher nicht. Grundlage für eine ausgewogene Nahrungsaufnahme ist der Ausgleich zwischen Hunger und Sättigungsgefühl, ein unbewusster Vorgang, der sich als genetische Anpassung des Menschen an seine vorgeschichtliche Umwelt versteht. Zudem hatten die Nahrungsmittel damals einen geringeren Nährwert als heute. Mit den heutigen Nahrungsmittel bei gleicher Menge mehr Kalorien aufgenommen werden, bis ein Sättigungsgefühl erreicht ist.

Zudem werden moderner Nahrungsmittel schneller verdaut. Kohlenhydrate wie Zucker und Stärke gehen schnell in die Blutbahn über und werden, falls sie nicht gleich in Energie umgesetzt werden in Form von Fett gespeichert. Der leere Magen-Darm-Trakt signalisiert dann ein Hungergefühl, was die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme steigert. Als weiterer Aspekt ist, dass die gefühlsmäßige Nahrungsaufnahme des Menschen an körperlicher Betätigung angepasst ist. Um eine Überernährung zu vermeiden, muss ein etwa vorwiegend sitzend arbeitender Mensch seine Nahrungsaufnahme reduzieren.

Beobachtet werden auch variable Essgewohnheiten von Menschen einer Gesellschaft. Auch bei überreichlicher Nahrungsverfügbarkeit überernährt sich nur ein Teil der Bevölkerung. Eine genetische Variabilität sowie Erziehungsmethoden, Lebensstil, kulturelle Normen aber auch psychologischer Druck werden für diese Unterschiede verantwortlich gemacht.

Zur Erfassung des Normal- und Übergewichtes wurden verschiedene Größen-Gewichts-Indizes entwickelt, doch kein einziger wird den individuellen Besonderheiten eines Menschen gerecht.

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