Apr 25 2012

Stoffwechsel von Krebszellen (Tumoren)

Krebszellen-Stoffwechsel – der Angriffspunkt der ketogenen ErnährungKrebszellen-Stoffwechsel, Chematische Darstellung der Stoffwechselvorgänge bei gesunden Zellen und Krebszellen

Tumorzellen benötigen zu ihrem Wachstum Kohlenhydrate, nämlich Zucker als ²Baumaterial“. Der Körper von Säugetieren, also auch der des Menschen, werden Mehrfachzucker zu Einfachzucker (Glukose) abgebaut, die dann den Zellen als Energieträger zur Verfügung stehen. Diese Zucker nimmt die Zelle durch ihre Zellwand in das Zellplasma auf und wird in mehreren Einzelschritten zu Zwischenprodukten zerlegt. Diesen Vorgang nennt man Glykolyse. Diese Zwischenprodukte werden zur Herstellung von Fettsäuren, Fetten, Aminosäuren und der Erbsubstanz benötigt.  Schnell wachsende Zellen, wie etwa die Hautzellen, aber auch die Tumorzellen, die ebenfalls sehr schnell wachsen, nehmen mehr Zucker auf und haben somit eine höhere Glykoserate. Krebszellen lieben also gewissermaßen Zucker.

Neben der Glukose braucht die Zelle zum Wachsen als weitere Substanz die Aminosäure Glutamin. Diese wird von den Krebszellen ebenfalls verstärkt aus dem Blut entnommen. Sämtliche Komponenten, welche die Zelle für ihr Wachstum und ihre Energie benötigt, kann sie aus diesen beiden Substanzen herstellen. Als Endprodukt  der Glykolyse erhält die Zelle das Pyruvat, das in den Mitochondrien, den, „Kraftwerken der Zelle“, gemeinsam mit Sauerstoff verbrennen. Am Ende dieser Zellatmung verbleiben Kohlendioxid, Wasser und Energie.

Krebszellen tun dies jedoch nicht im gleichen Ausmaß. Je nach Krebsart und je nach dem wie bösartig sie sind, verbrennen sie weniger Pyruvat zu Energie. Bei dieser gedrosselten Aktivität der Mitochondrien ist es für die Krebszelle nicht mehr so wichtig, ob genügend Sauerstoff verfügbar ist und kann somit auch in Bereichen wachsen, die weniger mit Blut versorgt sind. Mitochondrien sind zudem auch dafür zuständig, dass der programmierte Zelltod (Adoptose) stattfinden kann. In Krebszellen ohne funktionsfähige Mitochondrien kann diese Atoptose auch nicht mehr funktionieren.

Da das Pyruvat nicht mehr vollständig verbrannt wird, verbleibt es im Zellplasma und wird zur zu Milchsäure vergoren. Diese gibt sie einfach an die Umgebung ab, was der Krebszelle zusätzlich zugute kommt. Denn die Milchsäure löst das Eiweißgerüst auf, das alle Zellen umgibt und trreibt die gesunden Zellen in die Adoptose. Die Krebszelle hat so mehr Platz und kann sich unter Umständen auch fortbewegen und sich ausbreiten. Aber nicht nur das Auswandern der Krebszellen wird durch die hohe Milchsäureproduktion begünstigt, auch das Immunsystem wird in einer Art und Weise gestört, die das Wachstum der Krebszelle begünstigt. Die Milchsäure blockiert die krebszellenbekämpfenden Immunzellen und begüstigt darüber hinaus die Ansiedlung von solchen Immunzellen, welche mit speziellen Botenstofffen das Tumorwachstum stimulieren.

Milchsäure, die in den Blutstrom gelangt, wird von der Leber wieder in Glukose umgewandelt und wieder ins Blut gegeben. Der Tumor profitiert nochmals von der Milchsäure.

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Quelle: Wikipedia ketogene Diät https://de.wikipedia.org/wiki/Ketogene_Di%C3%A4t

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