Apr 03 2012

Mineralstoffverluste durch Bodenverarmung

Vitalstoffmangel in Lebensmittel

Mineralstoffhaltige Böden nahe der Gletscher

Langlebigkeit nur eine Frage der genetischen Veranlagung?

Es gibt über die Erde verstreut mindestens fünf Kulturen, wo die Menschen sehr sehr alt werden. 120 bis 150 Jahre sind dort keine Seltenheit. Das sind zum Beispiel die Tibeter oder die in Pakistan und Bangladesh ansässigen Hunzas, die Georgier, Armenier und Aserbaidschaner sowie Gruppen in Ecuador und Peru.

Auf den ersten blick scheinen diese Menschen außer ihrer Langlebigkeit nichts gemeinsam zu haben. Dennoch gleichen sie sich in einem Punkt: Alle wurden aus religiösen oder politischen Gründen ins Exil verbannt. Auch hier liegen ihre Gemeinsamkeiten. Jedes dieser Völker lebt weit oben in den Bergen, nahe der Baumgrenze in dünner und trockener Luft, fernab jeglicher Zivilation. Es regnet dort wenig und die Luft, die diese Menschen dort atmen, weist nur einen Bruchteil des Verschmutzungsgrades der unsrigen auf.

 

 

Da das Klima dort so trocken ist, müssen diese Leute ihre Felder bewässern. Und dieses Wasser bekommen Sie von den schmelzenden Gletschern. Dieses Wasser trinken sie auch. Nun weiß jeder von uns, was ein Gletscher ist. Er bildet sich oben an den Gipfeln und rutscht dann langsam talwärts. Etwa 10 cm pro Jahr. Dabei zermahlt er das Gestein unter sich. In der wärmeren Jahreszeit schmilzt der Gletscher um unteren Ende bis auf das Gestein ab. Das Gletscherwasser führt dann das gemahlene Gestein mit sich und gelangt so auf die Felder der dortigen Bauern. Der Ackerboden erfährt auf diese Art eine ständige Erneuerung mit Mineralstoffen.

Die Menschen dort haben alle notwendigen Vitalstoffe in ihrer Nahrung, von denen wir nur träumen können. Manche erinnern sich vielleicht noch daran: Es gab vor ein paar Jahren in Arizona ein Experiment. Daran waren 3 Paare beteiligt, die in einem geschlossenen Raum, einer so genannten Biosphäre, zwei Jahre lang lebten. In dieser Zeit ernährten sich diese drei Paare von den Erträgen, die  aus dem nährstoffreichen Boden dieser Biosphäre stammten. Auch die Atemluft wurde gefiltert. Nach Ablauf dieses Experiments mussten sie sich einer Reihe von medizinischen Tests unterziehen. Computer werteten sodann die Daten aus Blut- und Gewebeproben aus, mit dem Ergebnis, dass diese drei Paare, würden sie weiter in dieser Biosphäre leben, eine Lebenserwartung von 160 Jahren und mehr haben würden.

Im vorigen Jahrhundert fochten die beiden bekannten Mediziner Pasteur und Bernard einen lang anhaltenden unentschiedenen Streit über den Einfluss eines Krankheitsverlauf aus. Pasteur war überzeugt, dass Krankheitskeime die Auslöser von Krankheiten seien. Bernard machte dafür krankes Gewebe verantwortlich. Erst auf dem Sterbebett räumte Pasteur ein, dass Bernard recht habe. Er fand heraus, dass die Menschen in den Bergen einen äußerst guten Gesundheitszustand hatten, wogegen diejenigen, die ihre Felder in den tiefer gelegenen Regionen bewirtschafteten, welche kaum nennenswerte Mineralstoffgehalte aufwiesen, ständig von Krankheiten heimgesucht wurden. Bauern in den Flusstälern jedoch, deren Äcker regelmäßig überschwemmt wurden, waren noch relativ gesund. Mit den Überflutungen wurden diese Länder mit Mineralstoffen aus den Bergen versorgt. Schon die alten Römer schätzten Weizen aus Ägypten, der den Ruf hatte, der beste der Welt zu sein. Den baute man hauptsächlich im regelmäßig überschwemmten Nildelta an. Mit dem Bau des Assuanstaudamms hat sich dies jedoch grundlegend geändert.

Mineralstoffausgleich durch düngen, reicht das?

Mineralstoffverluste in Gemüse reicht Ausgleich durch düngenNeben einigen Vitaminen, Fettsäuren und Aminosäuren benötigt der Mensch, damit er gesund bleibt, etwa sechzig verschiedene Mineralstoffe. Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, garantieren keine ausreichende Mineralstoffversorgung mehr, denn Ackerboden und Weideland haben nicht mehr die Nährstoffe, die wir brauchen. Bei Landwirtschaftlichen Erzeugnissen gilt nur noch der Preis, nicht mehr die Güte in Bezug auf Vitalstoffe. Sicher ist jeder Landwirt froh, wenn er seinen Ertrag verdoppeln kann. Doch wo bleibt der Verbraucher, was erhalten wir für unser Geld?

Womit erzielt man smaragdgrüne Paprika oder Tomaten so rot wie ein Sonnenuntergang? Mit einer Verbindung aus Stickstoff, Kalium und Phosphor. Man nennt sie auch NPK, also lediglich eine Kombination von gerade mal drei Mineralstoffen. Doch wo bleiben die anderen 57, die unser Körper benötigt? Wenn die Landwirte ohne NPK keine guten Ergebnisse mehr erzielen, die Böden diese Mineralien aufsaugt, wie steht es dann mit den anderen Mineralien wie Calcium, Eisen, Selen, Zink, Kupfer und all die vielen anderen? Mache Sie sich nichts vor, die waren schon längst nicht mehr da als wir zur Welt kamen.

Die Nahrungsmittel, so wie wir sie heute kennen, haben so gut wie keine Nährstoffe mehr. Sie kommen allenfalls im Supermarkt und auf dem Tisch äußerlich gut zur Geltung. Oder aus welchem Grund wachsen Lebensmittelhändler ihr Obst und Gemüse? Bestimmt nicht, um ihr Personal auszulasten. Der Grund ist, dass das Zeug dann so gehaltlos aussieht, wie es in Wirklichkeit auch ist. Genau so, wie auch ein Mensch bei akutem Mineralstoffmangel aussieht. Denn Leben auf unserem Planeten gründet auf Wasser und Mineralstoffen. Ein Defizit an Mineralien führt nicht nur zu inneren Krankheiten, sondern zeigt sich auch an unserem Äußeren. Man erscheint ausgelaugt und müde.

 

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