Apr 24 2012

Ketogene Ernährung bei Krebserkrankungen

 

Hat der Arzt festgestellt, dass jemand Krebs habe, sucht ein solcher Mensch zumeist nach Möglichkeiten, auf welche Weise er selbst den Verlauf seiner Krankheit positiv zu beeinflussen kann.  Eine nahe liegende Maßnahme ist dabei oft die Suche nach einer verbesserten Ernährung. Von vielen Ärzten bekommt man dann lediglich lapidare Erklärungen mit den Argumenten, man solle das essen, was einem schmeckt. Auch über die maßgeblichen Institute bekam man lange Jahre lediglich zu hören, man solle möglichst wenig Fett und überwiegend Kohlenhydrate essen.

Ansatzpunkt ketogene Ernährung

Doch diese angeblich „gesunde“ fettarme, kohlenhydratreiche Ernährung sieht man heutzutage kritischer. In den letzten Jahren sind zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Studien erschienen, die beim Thema Ernährung und Krebs sinnvoller auf den Stoffwechsel des Tumors eingehen und die Ernährung darauf abstimmen. Bereits  2007 empfahl die Uniklinik in Würzburg eine Ernährung, die viel Fett und Eiweiß und wenig Kohlenhydraten empfahl, eine sogenannte ketogene Ernährung. Eine Studie mit Patienten unterschiedlicher Krebsarten, deren Erkrankung sich bereits im Endstadium befand.  Im Ergebnis fühlten sie die Patienten wohler und verspürten mehr Lebensqualität.

Diese ketogene Ernährungsform entwickelte und entwickelt sich stetig weiter. Aber Vorsicht, es handelt es ich dabei nicht um eine eigenständige Therapie zur Krebsbehandlung. Es ist lediglich  eine begleitende und unterstützende Maßnahme, die wissenschaftlichen Daten überzeugen jedoch und sprechen klar dafür. Die Frage aber, ob jeder diese Ernährung verträgt und jeder damit positive Resultate erzielt, kann, ist zur Zeit noch nicht definitiv beantwortet. Entsprechende Studien laufen zur Zeit noch.

Ziele einer ketogenen Ernährung sind:

  • Die Stärkung des Patienten – Der Körper soll schon früh nach der Diagnose gestärkt werden, so soll von vornherein einem Gewichtsverlust vorgebeugt werden.
  • Verringerung der Kachexie – Unter Kachexie versteht man einen krebsbedingten Verlust an Körpermasse (vor allem der Muskelmasse).  Bei manchen Krebserkrankungen versterben die Erkrankten häuftig deswegen. Dabei sind wichtige Körperfunktionen beeinträchtigt, zum Biespiel die Herzfunktion oder die Atmung.
  • Schwächung des Tumors – Ein Tumor braucht Kohlenhydrate um zu leben und um sich zu vermehren, je bösartiger, desto mehr. Zudem bildet die ketogene Ernährung Ketonkörper, die den Tumor zusätzlich schwächen.

Quellen:

Wikipedia: Tumorkachexie https://de.wikipedia.org/wiki/Tumorkachexie
Wikipedia: Ketogene Diät https://de.wikipedia.org/wiki/Ketogene_Di%C3%A4t

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