Mrz 31 2012

Hormone und Proteine

Hormone und Übergewicht

Wichtige Hormone wie Insulin, , Leptin und Ghrelin spielen eine wichtige Rolle im Wechselspiel von Übergewicht, Verdauung und Hormonen

Die Rolle der Hormone im Puzzle von Übergewicht, Ernährung und abnehmen

Wie bereits erwähnt, ist der Mensch auf Nahrungsknappheit programmiert. Bei reduzierter Nahrungszufuhr befindet sich der Körper sozusagen in einer „Hungersnot“ und stellt auf reduzierten Nahrungsbedarf um. Nach der Diät wird die Nahrung jedoch umso besser verwertet, da einer neuen „Hungersnot“ vorgebeugt werden soll. Zudem baut der Körper bei einer Diät nicht nur Fett- sondern auch Muskelgewebe ab. Das bewirkt eine zusätzliche Reduktion des Grundumsatzes. Das Ergebnis: der wohlbekannte Jojo-Effekt. Dazu sind Extremdiäten alles andere als gesund.

 Die drei wichtigsten Verdauungshormone

Unsere Verdauung sowie unser Hunger- und Sättigungsgefühl sind maßgeblich von verschiedenen Hormonen abhängen. Nachfolgend die drei wichtigsten:

  • Insulin
    ist ein lebenswichtiges Hormon zur Regulierung unserer Verdauung und ist physiologisch wichtig als Sättigungssignal.
  • Leptin
    Das Hormon Leptin hemmt das Auftreten von Hungergefühlen und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Fettstoffwechsels.
  • Ghrelin
    Das Hormon Ghrelin wird in der Magenschleimhaut produziert und hat unter anderem eine appetitanregende Wirkung. In Hungerphasen steigt der Ghrelinspiegel im Blut an, nach dem Essen sinkt er ab.

Warum proteinreiche Kost überlegen ist

Aus heutiger Sicht sprechen viele Gründe für eine proteinreiche Kost:

  • Um Protein zu verwerten, muss der Körper drei Mal mehr Energie aufwenden als bei Kohlenhydraten und Fett
  • Protein erzeugt den höchsten Sättigungsgrad und sorgt für den Erhalt der Muskelmasse.
  • Protein führt nicht zur Bildung von Fett. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung hat die Erhöhung der Eiweißmenge in der Nahrung bei gesunden Menschen auch keine negativen Folgen.

Ernährung, Übergewicht und abnehmen, proteinreiche NahrungsmittelIn Japan wird z.B. traditionell eine sehr eiweißreiche Kost gegessen, Fettleibigkeit war bis vor kurzem völlig unbekannt. Japaner, die in Amerika leben und sich nach dem amerikanischen Lifestyle ernähren, werden aber sehr wohl dick. Dies konnten Migrationsstudien eindeutig nachweisen.

Die Ernährungspyramide sollte daher überdacht werden

Gerade in den USA lässt sich beobachten, dass die Fettleibigkeit stark zugenommen hat. Zwischen 1991 und 2001 ist die Zahl der Dicken um 60 % gestiegen, obwohl der Fettanteil in der Nahrung abgenommen und obwohl bzw. weil der Kohlenhydratgehalt in der Nahrung angestiegen ist! Die klassische Ernährungspyramide besteht aus Kohlenhydraten, Obst und Gemüse und wenig Fett und Eiweiß. In den USA wird dies bereits überdacht. So empfiehlt das National Institute of Medicine (NIM) im Jahr 2002 eine Kohlenhydrat-Zufuhr von 45 – 65 %, eine Fettzufuhr von 10 – 35 % und eine Eiweißzufuhr von 20 – 35 %.

Die Bundesbürger verzehren pro Kopf und Jahr rund 76 kg Getreide. Seit den 70er Jahren steigt der Verbrauch. Von Vollkornbrot wird oft mehr bzw. zu viel gegessen, weil geglaubt wird, dass die angeblich guten komplexen Kohlenhydrate nicht dick machen.

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