Mrz 31 2012

Low Carb mit der LOGI-Methode

LOGI-Methode: Die LOGI-Pyramide

Die Ernährungspyramide nach der LOGI-MethodeHaben Sie noch die Pyramide der DGE vor Augen? Mit den vielen Kohlenhydraten als Basis? Nun ja, diePyramide der LOGI-Methode stellt diese auf den Kopf. Ganz oben stehen Weißbrot, Süßes, Kuchen und Gebäck.. Für diese gilt: Sehr sparsam und bewusst selten genießen. Kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Vollkornbrot, Nudeln und Kartoffeln oder Reis stehen auf der dritten Stufe. Die können Sie zwar täglich essen, aber bitteschön in kleinen Portionen. An Bedeutung gewinnen Eiweißlieferanten wie fettarmes Fleisch, Geflügel, Fische (fettarme sowie fettreiche), Milch und Milchprodukte,  sowie Nüsse und Hülsenfrüchte. Diese eiweißreichen Lebensmittel sorgen für eine gute und lang anhaltende Sättigung. Gemüse, Obst und hochwertige Öle bilden schließlichdie Basis der Pyramide.

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Fett ist nicht der Übeltäter – die LOGI-Methode tickt da anders

Dass Fett nicht der Übeltäter bei Gewichtsproblemen ist und Kohlenhydrate als Schlankmacher eine „dicke Lüge“ ist, konnten wir in den vorhergehenden Beiträgen ausgiebig lesen. Im Gegenteil sind Kohlenhydrate regelrechte Hungermacher. Stärke- und zuckerhaltige Nahrungsmittel verursachen problematische Zuckerschwankungen. Sie werden schon kurz nach der Mahleit in ihre Zuckerbestandteile aufgeschlossen. Bei einem erhöhten Blutzuckerspiegel reagiert der Körper mit einer Ausschüttung des blutzuckersenkenden Insulins. Nach einer besonders hohen Insulinausschüttung nach hohem Kohlenhydratkonsum sinkt der Blutzuckerspiegel jedoch auf unterhalb des Normalwertes. Als Foge entsteht eine Unterzuckerung, die wiederum als Hunger empfunden wird.

Kohlenhydrate sind also Hungermacher. Sie verführen dazu, mehr zu essen und somit zu einer höheren kalorienaufnahme. Schweine werden nicht mit Fett, sondern mit Getreide gemästet, damit sie möglichst schnell rund und dick werden. Und dieses Prinzip funktioniert auch beim Menschen. Zudem hemmt ein erhöhter Insulinspiegel die Fettverbrennung indem Freisetzung der Triglyzeride aus den Fettzellen ins Blut blockiert wird und zusätzlich der Fetteinbau in die Fettzellen gefördert wird.

Glykämischer Index und glykämische Last

Die Blutzuckerwirkung kann duch den glykämischen Index (GI) ausgedrückt werden. Dieser gibt den Anstieg des Blutzuckerspiegels an, der durch die Kohlenhydrate verursacht wird. Je niedriger dabei die Blutzuckerwirkung ist, desto stabiler bleibt der Blutzucker. Das hat zur Folge, dass man länger satt ist und automatisch weniger isst. Dabei hat man zur Bewertung von Lebensmitteln folgende Klassifizierung vorgenommen:

  • Ein niedriger GI: bis 55
  • Mittler GI: 56 bis 69
  • Hoher GI: 70 und höher

Grundsätzlich kann man sagen, je niedriger der glykämische Index ist, desto weniger Kalorien aus Kohlenhydraten nimmt man zu sich. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich stehen auf der GI-Liste Lebensmittel mit hohem Glyx wie zum Beispiel Wassermelonen oder Möhren (GI 72). Diese gelten als geunde Nahrungsmittel, die den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen lassen. Andere dagegen haben einen relativ niedrigen GI, Roggenbrot aus Sauerteig beispielsweise (GI 53).  Der Glyx vergleicht lediglich die Portionen von Lebensmitteln, die einen Zuckergehalt von 50 Gramm enthalten. Also 50 g Traubenzucker mit 800 g Wassermelone, 500 g Äpfeln, 130 g Vollkornbrot, 600 g Karotten oder 100 g Weißbrot. Die Menge der verzehrten Lebensmitteln bleibt somit unbeachtet.

Eine größere Aussagekraft für die tägliche Praxis bietet hingegen die „glykämische Last“. Denn sie berücksichtigt neben dem glykämischen Index auch die Kohlenhydratmenge der Lebensmittel. Sie berechnet sich aus dem GI des Lebenspittel multipliziertder Kohlenhydratmenge pro Portion, dividiert durch 100.

Die LOGI-Methode im Vergleich

LOGI steht für „Low Glycemic and Inuslinemic Diet“. Auf deutsch heißt das soviel wie „Ernährungsmethode zur Förderung eines niedrigen Blutzucker- und Insulinwertes“ oder Neudeutsch Low Carb. Aber Low Carb ist nicht gleich Low Carb. Viele Menschen verwechsseln die LOGI-Methode mit der Atkins-Diät. Diese beiden Ernährungsformen unterscheiden sich in grundsätzlichen Dingen beträchtlich:

 

LOG

  • Basis Gemüse, Obst und gesunde Öle
  • Reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen
  • Emphiehlt Öle mit hochwertigen Fettsäuren
  • Empfiehlt eiweißreiches, mageres Fleisch
  • Empiehlt keinen oder nur wenig Süßstoff
  • Liefert mindestens 20 % Kohlenhydrate
  • Ist gesundheitlich unbedenklich
  • Nahrungsergänzungsmittel sind grundsätzlich nicht nötig
  • Empfiehlt eine hohe Lebensmittelqualität

Atkins

  • Basis sind Fleisch, Fisch und Eier
  • Arm an Ballaststofffen und sekundären Pflanzenstoffen
  • Achtet nicht auf die Fettqualität
  • Empfiehl unter anderem auch fettreiche Fleischstücke
  • Empfiehlt Süßstoffe als Süßungsmittel
  • Liefert oft weniger als 10 % Kohlenhydrate
  • ist gesundheitlich nicht unbedenklich (Gefahr von Nierensteinen, Verdauungsproblemen, Säureüberlastung des Körpers etc.
  • Empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel um Defizite auszugleichen

Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Logi-Methode

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